Nach wie vor ist der Internet Explorer von Microsoft der am weitesten verbreitete Browser bei den Internetnutzern.
Drei Jahre nach dem Erscheinen des Internet Explorers 7 ist nun sein Nachfolger, der Internet Explorer 8, veröffentlicht worden.
Dieser bringt viele Verbesserungen und Neuerungen für “normale” Benutzer und professionelle Webentwickler mit sich. Microsoft wirbt mit schneller und einfacher Bedienbarkeit. Der IE8 hat im Gegensatz zu seiner Vorgängerversion den Acid2-Test, der die HTML- und CSS-Darstellungsfähigkeiten eines Browsers überprüft, bestanden, erreicht im Acid3-Test, der sich auf die Darstellung von interaktiven javascriptgesteuerten Websites konzentriert, allerdings nur 20 von 100 Punkten.
Tools für Webentwickler
Für Webentwickler bringt der IE8 ein Entwicklertool mit, das an den Firebug und den Web Developer für den Mozilla Firefox erinnert.
Mit ihm kann man den Quellcode inspizieren und sich HTML- und CSS-Eigenschaften anzeigen lassen.
Zusätzlich bietet er die Möglichkeit den Browsercache zu leeren, die Größe des Browserfensters anzupassen, Lineale einzublenden und das HTML und CSS zu validieren.
Quelltext
Die Ansicht des Seitenquelltextes war in den bisherigen Versionen des Internet Explorer nicht besonders ansprechend. Auch hier wurde nachgebessert. So wird im IE8 der Quelltext weitgehend formatiert und farblich strukturiert ausgegeben und zusätzlich mit Zeilenangaben versehen.
Seiteninterne Suche
Bisher war das Durchsuchen einer aktuellen Webseite nicht besonders komfortabel. Das Suchfeld befindet sich direkt in der Symbolleiste des Browsers.
Schon während der Eingabe wird nach dem Begriff gesucht und das gesuchte Wort farbig hinterlegt.
Farbige Registerkarten/ Tabs
Schon im IE7 wurde die Möglichkeit geboten, mehrere Websites gleichzeitig in Tabs zu öffnen. Im IE8 ist diese Funktionalität weitaus übersichtlicher geworden. Bei Registerkarten, die inhaltlich zusammen gehören, bildet der Browser Registergruppen und hinterlegt jeweils alle zusammen gehörenden Registerkarten mit der gleichen Farbe, sodass der Benutzer bei vielen geöffneten Registerkarten nicht den Überblick verliert.
Letzte Browsersitzung erneut öffnen
Schließt man den Browser, obwohl noch mehrere Registerkarten geöffnet sind, lässt sich dieser Stand beim nächsten Öffnen des Browsers wiederherstellen. Das ist vor allem sinnvoll, wenn der Benutzer den Browser versehentlich geschlossen hat.
Kompatibilitätsansicht
Wie bei jeder neuen Software kann es auch beim IE8 sein, dass einige Websites den IE8 noch nicht unterstützen und fehlerhaft dargestellt werden. Für diesen Fall bringt der Browser eine sogenannte Kompatibilitätsansicht mit, die man per Klick auf einen Button neben der Adresszeile aktivieren kann. In dieser Ansicht wird die Website wie im IE7 dargestellt. Möchte man diese Ansicht wieder ausschalten, braucht man nur erneut auf den Button “Kompatibilitätsansicht” neben der Adresszeile zu klicken.
Die Funktion InPrivate
Nach dem Aktivieren dieser Funktion werden weder Browseraktivitäten noch der Verlauf oder Cookies gespeichert. Hierdurch sollen die Daten der Benutzer besser geschützt werden.
Mögliche Darstellungsprobleme
Um CSS-Dateien speziell für die verschiedenen Versionen des Internet Explorers einzubinden, bietet Microsoft die Möglichkeit sogenannte conditional comments einzusetzen, die nur vom IE interpretiert werden können. Für diese conditional comments gibt es eine ganze Reihe von Operatoren und Werten. Einer dieser Operatoren ist “gte” (“greater-than or equal”), z.B. bei [if gte IE x]. Mit diesem Operator weist man allen Internet Explorern der Version x und größer die entsprechende CSS-Datei zu, so auch dem IE8. Da der IE8 die CSS-Datei gar nicht braucht, kann es hierdurch zu Darstellungsproblemen kommen.
Inwieweit sich diese Version des Internet Explorers bewährt und bei den Benutzern durchsetzt, wird sich zeigen.